WLAN Sicherheit auch für Laien einfach herzustellen

WLAN Sicherheit

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Frühjahr 2010 müssen auch private WLAN Betreiber ihr Funknetz gegen unbefugte Zugriffe von außen schützen. Tun sie das nicht, müssen sie möglicherweise für Schäden haften, die durch einen Missbrauch entstehen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht ratsam, nach dem Kauf eines Modems die vorgegebenen Standardeinstellungen einfach beizubehalten, denn es drohen Sicherheitslücken. Aber mit ein paar wenigen Handgriffen, die auch für Laien einfach zu verstehen sind, kann man erheblich zur eigenen WLAN Sicherheit beitragen.

Für WLAN Sicherheit Verschlüsselung aktivieren

Mit am wichtigsten für die WLAN Sicherheit ist eine entsprechend gute Verschlüsselung, die natürlich auch aktiviert sein sollte. Für WLAN Netzwerke gibt es insgesamt drei Verschlüsselungsarten: WEP, WPA und WPA2. Von den dreien stellt WEP die älteste dar. Gleichzeitig ist sie auch am unsichersten, da es einige Schwachstellen in dieser Variante gibt und sie auch bereits seit längerem als geknackt gilt. Die WLAN Sicherheit ist hier also am ehesten gefährdet. Den besten Schutz bietet im Moment noch die Verschlüsselung im WPA2 Standard. WPA2 basiert, als Weiterentwicklung des WPA Verschlüsselungsalgorithmus auf dem Advanced Encryption Standard (AES). Wichtig für die WLAN Sicherheit ist es, darauf zu achten, dass alle verwendeten Geräte den gleichen Standard unterstützen. Ansonsten ist es möglich, dass der Router die Verschlüsselung auf den niedrigsten noch kompatiblen Standard für alle Geräte heruntersetzt. Unterstützen die verwendeten Geräte ausschließlich den veralteten WEP Schlüssel, ist dies zwar besser als nichts, dennoch sollte man ernsthaft über die Anschaffung neuer Geräte nachdenken, die WPA oder WPA2 fähig sind.

WLAN Sicherheit noch weiter ausbauen

Darüber hinaus kann man zu seiner WLAN Sicherheit noch mit ein paar einfachen Handgriffen eine ganze Menge beitragen: Zunächst einmal sollte man den SSID (Service Set Identifier), sprich den frei wählbaren Namen des Funknetzes, sowie die Kennwörter für die Netzwerkgeräte ändern. Sinnvoll ist es dabei, Kombinationen aus Ziffern und Buchstaben zu wählen, diese sollten so gewählt werden, dass sie für Außenstehende nicht leicht zu erraten sind. Auch die sogenannte SSID-Broadcast-Option sollte man deaktivieren. Ist die Option nämlich aktiviert, sendet der Access Point den Namen des WLAN-Netzes bis zu zehn Mal in der Sekunde.

WLAN Sicherheit durch kleinere Funkreichweite

Reichweite und Standort des Routers können ebenfalls erheblich zur WLAN-Sicherheit beitragen. Am besten ist es hierbei, die Funkreichweite des Routers so weit wie möglich einzuschränken und den Router eventuell in der Mitte der Wohnung aufzustellen. Nutzt man seinen WLAN Zugang für längere Zeit nicht, zum Beispiel wenn man in den Urlaub fährt, sollte man sein WLAN einfach ganz deaktivieren. Bei neueren Routern kann man das mittels eines am Gerät befindlichen Knopfes tun. Ansonsten kann man sein WLAN über das Konfigurationsmenü des Routers deaktivieren.

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