Highspeed DSL mit 100 Mbit/s surfen: Arcor testet Glasfaser
Arcor testet im hessischen Hanau im Wohnprojekt “Coloneo” Glasfaseranschlüsse bis ins Haus und ins Wohnzimmer. Die Lichtwellenleiter lassen Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde und mehr zu und ersetzen die herkömmlichen Kupferkabel.
Pilotprojekt mit 300 Wohneinheiten
Das “Coloneo” wird in Hanau als moderner Komplex mit rund 300 Wohneinheiten errichtet. Die Vodafone-Tochter Arcor (www.arcor.de) hat das Areal direkt an das eigene Netz angebunden. In den ersten Gebäuden wurden die Glasfaserleitungen bis in die Kellerräume geführt. An dieser Schnittstelle werden die optischen Signale in elektrische Impulse umgesetzt. Via Ethernet neuester Generation werden anschließend die Wohnungen angebunden. Im letzten Bauabschnitt werden die Lichtwellenleiter sogar direkt bis in die Wohnzimmer geführt werden. Bei beiden Anschlussvarianten sind Datengeschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde und mehr möglich. Auch der Sprachanschluss wird dabei über die Datenleitung realisiert. Technischer Kooperationspartner beim Pilotversuch ist der chinesische Netzwerkausrüster Huawei.
“Mit dem Coloneo-Piloten und der Glasfaserverkabelung bis ins Haus blicken wir weit in die Zukunft”, sagte Dr. Josef Schäfer, Bereichsleiter für Strategie und Innovation bei Arcor. Aktuell stehe allerdings der Aufbau eines VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetzes im Fokus. Hierbei werde Glasfaser lediglich bis zu hausnahen Verteilern verlegt. Die weitere Anbindung erfolge dann über klassische Kupferleitungen. “Die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt in Hanau sind jedoch für künftige Planungen sehr wertvoll”, unterstrich Schäfer.
Hochgeschwindigkeits-DSL ab sofort verfügbar
Die Hochgeschwindigkeitsanschlüsse von Arcor stehen für die Bewohner des Coloneo ab sofort bereit. Interessenten können dazu über einen ausgewählten Händler das Arcor-All-Inclusive-Paket buchen. Es enthält einen Sprach- und DSL-Anschluss sowie Pauschalen für Standardgespräche ins deutsche Festnetz und das Surfen im Internet. Abweichend vom Standard-Angebot beträgt dabei in der Startphase des Pilottests die Surfgeschwindigkeit beim Datenempfang bis zu 50 Megabit pro Sekunde und beim Datenversand bis zu 10 Megabit pro Sekunde. Bei dieser Geschwindigkeit kann man eine Audio-CD mit rund 650 MB Datenvolumen binnen 1,8 Minuten oder ein SD-Video mit eineinhalb Stunden Spieldauer in 5,4 Minuten aus dem Internet laden. Die Bandbreite reicht beispielsweise auch für den gleichzeitigen Empfang von fünf Sendungen in HD-Qualität, also hochauflösendem Fernsehen.














